Fortschritte

Sonntag, 14.04.2013

Also im Labor geht es endlich voran. 40 Zelllinien pro Woche sind aber schon gut Arbeit. Mann muss halt alles 40 mal machen.

Die Andere mit der ich arbeite, hat angeblich einige hundert Zelllinien gescreent aber irgendwie bekomme ich das Gefühl, dass sie Teile dort und den Rest irgendwo außerhalb gemacht haben/haben machen lassen. Es sind Kleinigkeiten, die sie wissen müsste, wenn sie es wirklich selbst gemacht hätte. Sie hat aber gute Ideen, um das Projekt voran zu bringen.

Sie ist aber auch gut im Stress. Versteht mich nicht falsch, ich finde die Vorlesungen top aber irgendwie nimmt es mit dem Lernen, den Hausaufgaben und den Prüfungen zu viel Zeit in Anspruch, um wirklich zu arbeiten. Außerdem bin ich mir nicht sicher, wie ich es besser finde. In Liverpool interessiert es keinen, was ich treibe, also kann und muss ich selbständig arbeiten. Hier finde ich, dass es den Studenten etwas fehlt.

Am Freitag hatten wir unsere erste Kontamination unserer Zellen. In Liverpool hatte ich keine, obwohl ich ohne Pen/Strep arbeite. Naja, war alles halb so wild. Da ich am Donnerstag trinken war, war ich wirklich kurz davor Maulhaufen in den Inkubator zu setzen Lächelnd

 

Das Wochenende nach DC wollte ich eigentlich putzen, da ich fand, dass das Haus es nötig hat. Am Freitag kam dann die Putzfrau. Sie kommt alle zwei Wochen, obwohl ich hätte schwören können, dass das Haus schon länger nicht mehr geputzt wurde. Oh, Junge. Meine Vermieterin ist also etwas lässig, was Sauberkeit angeht. Es ist aber nicht so schlimm. Sie ist ja nie da Lächelnd

Letzten Freitag war L&L. Hab die Übersetzung vergessen. Es gibt einen Vortrag in der Brauerei und Freibier. Ratet mal wer da war Lächelnd Bin dann noch mit HB und seinen Kumpels essen gegangen und durch die Stadt gezogen. War wirklich ein super Abend. Und das, nachdem wir schon donnerstags weg waren. HB hat irgendwie versucht mich zu verkuppeln. Fragt mich nicht, wie er auf die Idee kam. Ich habe es aber geschafft, allen zu wieder stehen Zwinkernd Hab mich irgendwann zu seinen Kumpels gesellt, da die sich unterhalten haben und nicht den Mädels hinter her sind.

DC! DC! Wir fahren nach DC!

Sonntag, 17.03.2013

 

Also, da der Berliner auf ne Konferenz in DC wollte, hatten wir geplant zusammen die Stadt zu erkunden.

Ich bin nach der Arbeit mit dem Bus zum Flughafen. Ging alles reibungsfrei. Die Sicherheit war auch keine Hürde. Ich hatte American Airlines gebucht und war gespannt, wie die sind. Natürlich hatte der Flug eine Stunde Verspätung. Der Berliner war am Vortag in DC angekommen und ich konnte mir vorstellen, dass er leichten Jetlag hatte.

Irgendwann, kam der Flieger doch. Mit so ner kleinen Maschine bin ich noch nicht geflogen. Mein Handgepäck hat natürlich nicht in eines der Fächer gepasst. Ich konnte es aber beim Einstieg ab geben.

Ich bin zum Reagan Flughafen geflogen. Was für eine geniale Aussicht beim Anflug. Ich konnte das Kapitol, das Washington Monument und die Memorials sehen. Hab dann die U-Bahn genommen und bin zum Hotel. Als ich die U-Bahnkarte studierte habe ich mich gewundert, warum mir fast alle nahmen bekannt vorkamen, bis mir einfiel, dass Fallout 3 in DC war (ja ja, immer dieser Cybertourismus aber im Spiel war ich mit der Gatling Gun unterwegs. Würde diesmal anders sein Lächelnd )

Der Berliner war noch wach und er hatte Bier gekauft. Außerdem hatte ihm meine bessere Hälfte verschieden Knabbereien mit gegeben. Wir hatten dann einen deutschen Bierabend, bevor wir noch schnell zum Weißen Haus sind. Unser Hotel war wirklich sehr zentral. Ich hätte das Weiße Haus nicht erkannt, da wir auf der anderen Seite waren und nicht die, die man immer im Fernsehen sieht Verlegen

Nach der kleinen Runde sind wir zurück und ins Bett, da der Berliner eine straffe Sightseeingtour entworfen hatte.

Morgens sind wir früh aufgestanden und im Shop, um die Ecke frühstücken gegangen. Danach sind wir wieder zum Weißen Haus und dann zur Washington Mall. Wir haben beim Monument angefangen, sind dann zum Kapitol und von dort zum Lincoln Memorial. Es ist schon unwirklich, wie groß die Gebäude und die ganze Mall in Wirklichkeit sind. Die Beine Taten mir etwa nach der Hälfte weh, obwohl ich die letzten Tag etwas “Training“ hatte. Gut, am Ende hatte auch der trainierte Berliner Schmerzen in den Beinen, was mich beruhigte und meine Meinung über meine Kondition bestätigte Lächelnd

Vom Memorial sind wir noch zum Heldenfriedhof in Arlington. Dort stehen Reihe nach Reihe weißer Grabsteine.  Es sind nicht alles Soldaten dort aber es macht einen doch nachdenklich. Das Highlight dort war natürlich das Grab von Kennedy und der Blick auf das Pentagon.

Am Abend sind wir noch um die Häuser gezogen. Erst in eine Cocktail Bar, in eine .. naja, nennen wir es Herrenbar und dann auf die Partymeile der Stadt. Dort sind wir zufällig in einem Landen gelandet, der wie ein deutscher Biergarten gestaltet war. Was ein Zufall. Der Laden war eher alternativ. Schon komisch, als Deutscher denke ich bei Alternativ nicht unbedingt an Biergarten. Andere Länder, andere Sitten Zwinkernd

Am Tag darauf wollten wir es etwas gemütlicher angehen und nur Museen anschauen. Wir sind dann wieder am Weißen Haus vorbei, da ich endlich die Seite sehen wollte, die ich aus dem Fernsehen kannte. Zum Glück, denn es war St. Patricks Day und sie hatten das Wasser im Springbrunnen grün gefärbt. Sie bereiteten auch eine Parade vor aber wir waren uns nicht sicher, wann es sein sollte und so scharf waren wir nicht wirklich auf amerikanische Paraden.

Die Museen nennen sich alle Smithsonian und liegen zu beiden Seiten der Mall. Wir sind dann in das für Luft- und Raumfahrt und das für Naturkunde. Natürlich sind wir, der alten Zeiten willen, durch den Dinoteil Cool Die Museen sind wirklich genial und alle sind kostenlos.

Danach haben wir uns verabschiedet, da wir uns ja jetzt mal ne Zeit nicht sehen werden.

Ich wollte eigentlich abends noch in Chapel Hill trinken gehen, da St. Patricks Day war und ich noch immer nicht meinen Hut hatte Lachend Ratet mal welcher Flug zwei Stunden Verspätung hatte. Richtig! Gut, bin dann doch irgendwann heim gekommen, da war es dann aber zu spät für ein heftiges Trinkgelage. Naja, irgendwie werd ich das nachholen Lächelnd

 

Spring Break

Donnerstag, 14.03.2013

 

Alle Studenten hatten frei und pilgerten wie alle Jahre zum Strand, um zu trinken und Party zu machen...

Alle Studenten? Nein, ein armer Austauschstudent musste arbeiten Zwinkernd

Der Erste Morgen im neuen Haus fing gut an. Ich bin in die Küche und habe keinen Wasserkocher gefunden und aus der Leitung kam kein warmes Wasser. Also gab es kalten Instantkaffee. Hab aber später raus gefunden, wie man warmes Wasser morgens bekommt Lächelnd Danach wollte ich duschen. Hat ne halbe Stunde gedauert, bis ich raus bekommen hab, wie man von Wasserhahn auf Duschkopf umstellt. Meine Vermieterin war nicht da. Ich dachte:“Gut, sie wird bei ihrem Freund schlafen, da ja Ferien sind.“ Hab mittlerweile fest gestellt, dass sie so gut wie nie da ist. Also habe ich eigentlich mein eigenes Haus (mit Katze aber die habe ich zwischenzeitlich auch erzogen).

Naja, gut ich hatte zwei Leidensgenossinnen auf der Arbeit, die Anderen waren auf einer Konferenz. Ich hatte nicht viel zu tun. Ich musste auf der Arbeit Zellen zählen, also nicht wirklich wild.

Dienstags bin ich shoppen. Hatte auf der Arbeit gefragt, wo ich am Besten hin sollte. Leider habe ich den Ökoladen davor erwischt (nennt sich Coop, deshalb die Verwechslung). Ich bekam aber was ich wollte. Danach hatte ich meine erste Begegnung mit einer amerikanischen Waschmaschine. Eigentlich recht einfach, wenn man weiß, wie sie zu bedienen ist, auch wenn ich nicht das Gefühl habe, das sie wirklich wäscht. Zurück zur Geschichte. Ich habe also meine Zeug genommen und bin zur Maschine. Auf der Armatur stand: Hot/Cold, Warm/Cold, Cool/Cold und Cold/Cold. Ich frage mich, ob Hot 90ºC oder 60ºC sind. Hab nach der Betriebsanleitung gesucht. Vergebens. Ich weiss nicht, wie viel Stunden es gedauert hat. Irgendwann kam mir die Idee, dass andere Deutsche das selbe Problem haben müssen. Also ab ins Internet. Richtig, natürlich gab es Andere mit dem selben Problem. Falls jemand frägt Hot ist, wenn man Glück hat, 60ºC, wenn nicht ist es irgendwo zwischen 40 und 50ºC. Als ich dann endlich raus gefunden hatte, wie sie funktioniert kam meine Vermieterin. Sie hat mir dann erklärt, wie der Trockner funktioniert (das einzige, was die Wäsche frisch riechen lässt) und wie ich warmes Wasser aus dem Hahn bekomme.

Am Mittwoch hat mich die eine Betreuerin noch zum Büro gefahren, wo ich meine Sozialversicherungsnummer beantragt habe. Da sie hier keinen Perso haben, ist die Nummer furchtbar wichtig. Der Typ hat meine Formulare genommen und sie in den Computer eingegeben. Am Ende fragte er: “Ist das die richtige Adresse?“ Wow, so schmerzfrei hatte ich mir das nicht vorgestellt (Naja, ist bis jetzt net angekommen, also muss ich wohl mal anrufen Lächelnd ).

Abends war Bomb Night. Wir hatten es am letzten Donnerstag aus gemacht. Für Unbedarfte: Bombs sind Mischungen aus zwei verschiedenen Getränken, bei denen ein Schnapsglas Hochprozentiges in einem Glas, gefüllt mit dem anderen Bestandteil, versenkt wird. Der bekannteste Vertreter ist Jägerbomb (Jägermeister und Red Bull).

Die Eine holte mich noch ab und wir sind zum Schnapsladen gefahren. Schanpsläden sind eine Rarität hier und sie machen um 21:00 Uhr zu, obwohl sonst alles 24 Stunden auf hat!!! Ratet mal woher ich das so genau weiß. Richtig, wir waren 5 nach 9 da.

Gut, sind dann zum Supermarkt und haben noch Bier (Spaten Lachend ) gekauft.

Auf der Party, im Haus der Andere, die mich letzten Donnerstag gefahren hatte, fing alles recht gemütlich an. Da war ein Typ, der sich HB nennt. Irgend wann kam sein Mitbewohner. Wir haben dann verschieden Bombs gemischt und getrunken. Hab mich eigentlich gut gehalten, bis ich Eine geraucht habe. Hab mit HB gequatscht. Fragt mich nicht wie aber irgendwie nahm das Gespräch (meinen Erinnerungen zufolge) aus heiterem Himmel, eine eigene Wendung. Egal, danach hat mich HB noch überredet Wodka zu trinken. Ich hatte alle gewarnt, dass ich mich mit Wodka so gut vertrage, wie der Teufel mit Weihwasser. Die Veranstalterin hielt sich aber etwas schlechter und wir sind zum Haus meiner Kollegin gefahren (dachte ich). Zwinkernd

Ich habe aber auch nicht mehr länger durchgehalten. Hab noch den Bürgersteig verschönert und dann hat mich HB Mitbewohner freundlicherweise heim gefahren (ich glaube ich wäre heute noch unterwegs, wenn ich los gelaufen wäre).

Ich bin, am nächsten Morgen, aus mir unerklärlichen Gründen nicht aus dem Bett gekommen. Und als ich mich doch los lösen konnte ging es mir mäßig. Bin dann zur Uni, musste ja Zelle zählen. Ich kann mir vorstellen, dass ich aussah, wie das blühende Leben. Ich bin dann zur Kollegin und wollte mich für meine Verschönerung entschuldigen. Sie meinte, es war nicht ihr Haus sondern das von HB. Gut, dann hat er wenigstens eine Rache für den Wodka bekommen Lächelnd

Ich bin dann Freitags mit dem Bus zum Flughafen und nach DC, wo ich mich mit dem Berliner getroffen habe. Er wollte auf eine Konferenz dort und wir dachten, wir könnten einen drauf machen, wenn wir schon mal beide da sind. Das war auch der Grund, warum Bomb Night am Mittwoch war und nicht am Donnerstag, da ich nicht verkatert fliegen wollte Cool

“Kleine“ Planänderung

Sonntag, 10.03.2013

Ich hab dann am Montag, die Studentin kennen gelernt, mit der ich arbeiten werde. Sie ist eigentlich ganz nett. Auch wenn der erste Eindruck leicht anders war. Aber wartet's ab.

Ich bin also an die Uni und habe mit der Studentin und der Technikerin über das Projekt gesprochen. Die Masterplates, die geliefert werden sollen, werden wir doch selbst machen. Das wird ein Spaß. Egal, nicht unmöglich.

Ich habe dann meinen Vortrag gegeben. Die Studentin hat mich laufend unterbrochen. Fand ich recht unhöflich, macht man aber in Amerika so. Das was sie fragte, hat meistens auf der nächsten Folie gestanden. Sie meinte auch, dass wir nur ein Experiment machen anstatt zwei, aus Kostengründen. Das wäre mit uns abgeklärt gewesen. Naja, Mediziner wieder. Mein Chef in Liverpool hat halt wieder keinen Plan. Außerdem verstehe ich nicht für was wir 80.000 Tacken zahlen. Ist nicht mein Geld und es wird trotzdem auf dem Lebenslauf gut aussehen. Sie hat mir aber angeboten, dass wenn wir die Daten haben, sie mit mir einen Plan ausarbeiten wird für ein kleines Folgeexperiment. Wie gesagt, sie ist zwar eigen aber nett.

Eine andere Studentin meinte, dass ein Bekannter von ihr einen Mitbewohner sucht. War ja nicht so, dass ich gefragt hatte, ob man sich umhören könnte. Hab fest gestellt, dass es jetzt natürlich zu spät für die Wohnung war.

Bin dann noch zu nem Seminar. Mein neuer Prof will, dass ich mitbekomme, wie es hier läuft und das bedeutet, dass ich wieder Vorlesungen hab. Wollte ich eigentlich auch in Liverpool machen aber da war keiner begeistert von der Idee. Wenigstens lerne ich jetzt hier, was mich schon die ganze Zeit interessiert hat Lächelnd

Ich hatte nach der Uni noch die Besichtigung. Als ich an dem Haus war, wollte ich nicht anklopfen, da ich dachte ich hätte mich in der Adresse vertan. Die Vermieterin kam dann aber raus und meinte, dass ich richtig sei. Ein wirklich hübsches Haus. Auch mit Katze (aber nur eine), die mich an die ehemalige Katze meiner Oma erinnert. Es ist ein spärlich möbliertes Zimmer, sollte aber ausreichen. Sie meinte, dass ich sonntags einziehen könnte. Mein Hotel war bis Sonntag gebucht.

Bei der Wohnung von Sonntag wollte der Vermieter erst noch einen Hintergrundcheck machen, was seine Zeit braucht. Nicht, das die Uni und Homeland-security das erst gemacht hatten.

Also habe ich die zweite Wohnung genommen.

Der Rest der Woche war eher gemütlich. Ich habe die Berechnungen gemacht, damit wir die Stoffe bestellen konnten. Ich habe mich etwas gewundert, dass die Studentin keinen Überschuss berechnen wollte, dachte mir aber dass sie schon weiß was sie tut. Leichter Irrglaube.

Ich war nicht jeden Tag an der Uni. Die Betreuerin meinte, dass ich auch zuhause bleiben kann. Ich habe dann die verschiedenen Sicherheitsseminare als online Kurs zuhause ausgefüllt :-) Außerdem habe ich meine Hepatitis B Immunisierung auffrischen lassen. Also echt, Liverpool schert sich wirklich einen Dreck um Sicherheit.

Eine aus dem Labor hat mich gefragt, ob ich am Donnerstag mit ihr und ein paar Anderen was trinken gehen wolle. Ist der Papst katholisch? Also bin ich mit. Sie hat mich abgeholt und auch heim gefahren (obwohl, wie ich jetzt weiß, sie am anderen Ende der Stadt wohnt). Wir waren dann in einem zur Bar umgebauten Bahnhof. Wirklich cool. Die hatten da Live-Musik. Irgendwann sind wir weiter gezogen und in ne Kneipe, die sogar tschechisches Bier hatte. Die Gespräche am Tisch waren alles andere, als was ich von Amerikanern erwartet hätte. Also so wie bei uns und nicht prüde Zwinkernd

Die Vermieterin hat sich dann aber mit dem Mietvertrag Zeit gelassen. So viel, dass ich dachte, sie wäre nicht an mir als Mieter interessiert. Naja, sie hat mir dann Freitagnacht den Vertrag geschickt. War dann Samstag an der Uni, um ihn auszudrucken und Geld zu holen. Fragt nicht, die neuen EC-Karten kann man nicht außerhalb Europas benutzen und auf meiner Kreditkarte ist auch ein Limit. Die Vermieterin hatte aber kein Problem damit, dass Geld später zu erhalten.

Hab dann am Sonntag das Shuttle nochmal gebucht und mich an eine Punkt in der Nähe fahren lassen. Ich hab mich dann auf dem Weg noch gut verfranst und das “leichte“ Gepäck hat das Laufen auch nicht angenehmer gemacht. Egal, ich war in meiner Wohnung. Ich weiss wirklich nicht warum der neue Chef sich so en Fleck ins Hemd gemacht hat. Es lief alles wie geplant. Mehr oder minder Cool

Eine Besichtigung und ein Basketballspiel

Sonntag, 03.03.2013

Hab mich morgens dann vor den Laptop gequält und nach Wohnungen geschaut. Ich weiß gar nicht wie viele Emails ich geschrieben habe (glaube es waren so um die fünf), hab aber nur zwei Antworten erhalten. Die Eine könnte ich am Sonntag besichtigen (hab ich aber erst am Sonntag erfahren Zwinkernd) und die Andere am Montag.

Hatte noch nach Karten fürs Spiel geschaut und gesehen, dass es auch am Sonntag sein solle. Na, wenn das kein Zufall ist.

Ich konnte also doch meinen gemütlichen Tag im Bett verbringen.

Nachmittags bin ich dann zur Rezeption und habe mich erkundigt, wie es mit dem kostenlosen Hotelshuttle aussieht und wie ich am Besten zur Mall laufe, da ich doch etwas Bewegung wollte.

Ich bin dann also zur Mall.

Ihr werdet es nicht glauben, es gibt hier für alles einen Drive-In. Ich dachte erst, dass sind alles Fastfoodläden aber es waren Banken, Apotheken und Praxen, zumindest gehe ich mal bei Letzterem davon aus, da ich das System hier nicht kenne und auf dem Schild medizinische Notfälle stand.

In der Mall, hat mir der Typ dann die Karte aufgeladen und erklärt, dass ich kein Internet mit meinem Smartphone haben werde. Es gibt keine Simkarte mit Internet hier. Top, wenigstens gibt es überall WiFi.

Auf dem Heimweg dacht ich mir, dass ich mir Burger King verdient habe. Habe nur ne Mikro im Zimmer und die Brote gingen mir auch auf den Keks.

 

Am Sonntag hab ich mir dann das Shuttle reserviert und bin zur Besichtigung gefahren.

Die Wohnung war etwas schmuddelig. Sie haben Gott-weiß-wie-viel Katzen. Die Leute waren aber echt in Ordnung. Alle Undergrads und ich bekam das Gefühl, dass sie vielleicht etwas mehr Party machen als mir lieb sein könnte. Sie haben mir Kaffee angeboten und gemeint, ich könne den Becher behalten (super, ich trank meinen Kaffee im Hotel aus einem Pappbecher). Sie gaben mir noch Tipps, was man hier machen kann. Gut, sie kamen zu dem Schluss, dass man ohne Auto hier eigentlich wenig machen kann. Wirklich coole Leute. Sie meinten, dass sie mit dem Vermieter sprechen werden und mich es wissen lassen, was er sagt.

Ich hatte noch viel Zeit bis zum Spiel, also bin ich an die Uni und hab die Zeit vorm Computer tot geschlagen. Leider hat der Chef mich nicht an der Uni gesehen Lächelnd

Ich bin dann zum Stadion. Hatte mir keine Karte gekauft, sondern wollte sie in guter Manier last -minute vor dem Spiel kaufen. Natürlich gab es Karten und der Preis war mehr oder minder wie im Internet. Der Platz war auch recht gut. Ich saß auf Höhe, der hinteren Auslinie.

Ich war wirklich beeindruckt. Bei uns sieht man so einen Aufwand nur bei Liga spielen im Fußball. Das Stadion war riesig. Außerdem hatten sie Cheerleader, Fressbuden... Stellt euch vor ihr geht auf en Betze, bloß, dass es halt Uni Basketball war.

Natürlich wurde zu Beginn die Nationalhymne gespielt. Ich dachte: Stellst de dich mal hin, da die Amis furchtbar ein geschnappt sein können, wenn man es nicht tut.

Das Spiel fing gut an für die Tar Heels (Teer Fersen), „unser“ Team Cool Es gibt verschieden Erklärungen für den Spitznamen. Werd jetzt nicht auf Details eingehen. Bei Interesse könnt ihr Tante Wiki fragen.

Basketball ist schon sehr unterschiedlich zu Fußball. Es gibt es mehr Körbe, als man jemals Tore sehen würde. Wenn man einen verpasst, ist es auch nicht wirklich wild. Und man muss es mit der Abwehr auch nicht so genau nehmen, um nur zwei zu nennen.

In der Mitte der zweiten Hälfte lehnte sich meine Nachbarin (irgendwo 60+ würd ich sagen) und meinte: Die 15 ist heute net gut drauf.“ Ich hab ihr dann erklärt, dass ich keinen Plan vom Spiel im Allgemeinen und vom Team im Speziellen habe. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Mann ihr nicht zuhört. Die zweite Hälfte vom Spiel habe ich kaum mit bekommen, dafür kenne ich jetzt aber ihre Lebensgeschichte. War trotzdem nett. Außerdem hat das richtige Team gewonnen Lächelnd

Ich bin dann nach dem Spiel zum Hotel gelaufen. Hat ne ganze Stunde gedauert. Ist hier alles weitläufig. Wenigstens habe ich so noch etwas von der Stadt gesehen. Ich kann es wirklich nicht anders sagen, als es ist schön hier. Ich bin wirklich froh hier zu sein.

Erster Arbeitstag at UNC

Freitag, 01.03.2013

Nach der ersten Nacht war es etwas kalt im Zimmer, da es durch die Tür zog und auch die Lüftung im Bad war immer an. Hab dann fest gestellt, das ich ne Klimaanlage habe, die auch warme Luft in den Raum jagen kann.

Naja, nach einer Dusche, dem morgendlichen Kaffee und nem Apfel, wollt ich dann zur Uni. Chapel Hill hat ein kostenloses Bussystem. Ich konnte es anfangs kaum glauben. Ich dachte, ich müsste meinen Uniausweis zeigen (den ich ja noch nicht hatte) aber nee, es ist für jeden kostenlos.

Ich habe schnell im Internet geschaut, wann der Bus fahren sollte und bin dann an die Haltestelle.

Es war strahlender Sonnenschein, also habe ich nur die Jacke angezogen und keinen Schal. Ich stand dann eine weile an der Bushaltestelle und dachte mir, für Sonnenschein ist es ziemlich eisig und der Wind hilft auch nicht wirklich. Ich habe seither, den Schal zumindest in der Tasche Lächelnd

Ein Typ kam dann zu mir, der auf der anderen Straßenseite stand. Er war etwas älter und hatte eine dreckige Jacke an (gut, waren nur Farbspritzer). Ich dachte mir, ok entweder er will Kohle oder ne Zigarette (zumindest laufen die Leute, die mich in Liverpool an schnorren, ähnlich rum). Denkst de, er hat ein Gespräch angefangen und mir erklärt, wie der Bus funktioniert. Der Bus fährt eine Schleife und würde erst auf der anderen Straßenseite kommen. Er meinte: nimm ihn doch, dann musst du nicht in der Kälte rum stehen. Ich dachte mir: Gut, ich warte lieber hier. Kannte den Typen ja nicht. Er ist wieder zurück. Und dann hat sich eine ältere Dame zu ihm gesellt. Sie haben geredet. Dann kam sie auch nochmal zu mir und hat mir das selbe gesagt. Ok, dann bin ich doch mit. Sie meinte, ich solle dem Busfahrer sagen, wo ich hin will. Ich war überzeugt, dass ich die Haltestelle gerade noch so finden werde. Also, der Bus kam dann irgendwann und ich bin rein. Er wollte wirklich keine Kohle, kein Ausweis, gar nichts. Die Dame meinte, ob ich mit dem Busfahrer gesprochen hätte. Ich verneinte, sie ist dann hin und hat gemeint: Der Mann ist Deutscher und will an die Uni. Ich war mir nicht sicher, ob die erste Info wirklich notwendig war aber ok. Der Bus scheint mir auch ein Treffpunkt zu sein. Jeder kannte sich. Der erste Mann der mich angesprochen hatte wollte mir noch einen Fahrplan besorgen. Leider hatte der Busfahrer keine mehr aber einer Stammfahrgäste hatte noch einen und meinte: Hier, nimm ihn.

Ich war überwältigt. So viel Hilfsbereitschaft hatte ich noch nie erlebt. Ich konnte es kaum glauben. Ich habe wirklich die ganze Zeit auf den Haken gewartet.

Sie haben mir dann gesagt, welche Haltestelle meine ist und dass ich da einen Bus nehmen kann, der nur über den Campus fährt. Ich bin aber die letzten paar Meter doch gelaufen. Waren 15 Minuten. Ich habe mich an den Otto Film erinnert, in dem er in Amerika ist und die Frau den Stepper benutzt. Er hatte zu ihr gesagt:'Erst erfindet ihr den Aufzug um keine Treppen zu gehen und dann den Stepper, damit ihr Treppen-laufen simulieren könnt.' Jeder fährt hier überall hin aber alle Joggen se. Wenn se die Wege laufen würden, könnten sie sich das Joggen sparen (gut, die Jungs im Bus sahen so aus, als ob sie sich das Joggen sparen Zwinkernd).

Der neue Prof war nicht da und die andere Betreuerin war krank, also hat sich ein Koreaner meiner angenommen. Wir sind zum Amt, bei dem ich mich melden sollte, damit ich nicht ins Land einreise und dann untertauche. Danach sind wir zur Frau, um meine persönliche ID für die Uni zu bekommen. Der Koreaner hat ihr Büro nicht gefunden und wir sind zurück und haben sie angerufen. Sie meinte wir sollen um 14:00 nochmal kommen.Ich wurde den Andere im Labor vorgestellt und es wurde mir ein Platz zugewiesen Lächelnd Leider ging der Computer nicht aber sie würden daran arbeiten. Da bin ich mal gespannt. In Liverpool dauert so etwas.

Es gab Mittagessen. Freitags bekommen wir Essen geliefert. Sie hatten sogar eins für mich. Gut, ich denke, es war für jemand bestimmt, der heute nicht da war. Wie sagt meine Mutter immer einem geschenkten Gaul... Ich hatte ja immer hin mein Essen Zwinkernd

Was für eine Begrüßung.

Ich hatte dann etwas Zeit und dachte: Gut, verhörst du mal die Leute, wie dass hier mit Simkarten aussieht. Als ich fragende Blicke als Antwort erhielt, dacht ich mir, dass kann noch heiter werden. Man nimmt sich hier immer ein Vertrag. Es gibt ein paar Anbieter die auch Simkarten haben aber die sind eher rar. Schaun wir mal.

Der Chef kam dann auch irgendwann. Er meinte in Deutsch: Sie müssen Philippe sein. Er hatte in Düsseldorf einen Post-Doc gemacht. Er sagte er habe im Moment nicht viel Zeit aber später würde er nochmal vorbei kommen. Ich solle doch den restlichen Kram regeln.

Also sind wir noch mal zu der Dame wegen der PID. Danach habe ich mir ein Passwort und einen Account erstellt. Dann sind wir zu einem anderen Shop, wo ich meine Zugangskarte erhalten sollte. Das ganze hat zehn Minuten gedauert. Der Koreaner musste mich begleiten, damit ich nicht verloren gehe. Auf dem Weg, mitten auf dem Campus haben wir einen Raubvogel gesehen, der sich gerade ein Eichhörnchen gekrallt hatte. Wie gesagt, das ganze hier nennt sich Stadt aber es ist eher wie in einem Dorf. Sehr gepflegt aber eher gemütlich.

Ich meinte zu dem Koreaner, ob er wüsste, wo ich einen Stadtplan erhalten kann. Er ist dann mit mir zu einigen Shops getingelt bis wir zum Touribüro kamen. Da hab ich dann endlich nen Plan erhalten. Natürlich für lau.

Wir sind dann zurück ins Labor, wo der Chef mich schon gesucht hatte. Ich hatte ihm wohl im Vorfeld ne Email geschrieben in der ich meinte, er solle sich keine Sorgen machen, dass wird schon mit der Wohnung. Er meinte, dass er sich doch sorge. Ich hab ihm dann erklärt wie es damals in Liverpool war. Er meinte sie wollen etwas hilfreicher sein. Er hat gesagt, dass ich schnellst möglich eine Wohnung finden sollte. Ich solle ihn anrufen, wenn ich irgendwo hin müsse, da die Busse am Wochenende kaum fahren. Er würde mich dann abholen und wenn es gar nicht geht würde er kommen und ich solle ihn zurück fahren und könne dann seinen Porsche haben. Ob ich Schaltung fahren könne. Ich meinte, mit nem Automatik hätte ich eher zu kämpfen.

Ihr könnt euch vorstellen, was in meinem Kopf vor ging... bis mir einfiel, dass wir in USA sind und schnelles Fahren nicht wirklich drin ist. Aber wirklich ein großzügiges Angebot, wenn auch vielleicht nicht komplett ernst. Trotzdem.

Dann hat er mir erklärt, dass die Uni auch am Wochenende auf ist. Er wollte sehen, wie ich reagiere. Ich meinte: Ja, wenn was war bin ich auch in Liverpool am Wochenende rein. Kam vielleicht fünf mal vor, das hab ich aber nicht gesagt Zwinkernd

Außerdem, sei am Montag treffen der Arbeitsgruppe, ob ich einen Vortrag geben könne. Er sei zwar nicht da, er wisse ja aber grob was ich mache. Naja, hatte en bösen Virus auf dem Laptop und musste ihn neu machen. Sollte ich aber hin bekommen.

Der letzte Punkt war, dass es am Wochenende ein Basketball spiele gebe und ich mir das nicht entgehen lassen solle, da es die letzte Möglichkeit ist. UNC hätte ein lange Geschichte... Michael Jordan hat hier gespielt, bevor er zu den Bulls ist. Wem das nichts sagt, er ist der bekannteste Basketballspieler.

Danach haben wir noch schnell meinen Schlüssel fürs Labor geholt. Alter, alles in einem Tag. Ich habe übrigens in der Woche darauf einen neuen funktionierenden Computer erhalten. Respekt. Ich bin fast vom Glauben abgefallen.

Ich bin dann heim. Auf dem Heimweg war ich noch schnell in ner Mall, da es dort Simkarten gibt.

Dachte eigentlich, dass ich en gemütliches Wochenende auf meinem Bett mit viel Fernsehen vor mir hätte. Nach den ganzen Strapazen der Reise und so. Schaun mer mal Zwinkernd

Ich habe dann noch schnell einen Vortrag aus alten Folien zusammen kopiert. Nicht der Beste, den ich je gemacht habe, sollte aber reichen. Hab noch die Simkarte aktiviert. Als ich sie aufladen wollte, wollten sie aber nur amerikanische Kreditkarten akzeptieren. Ok, werd ich da noch mal hin müssen. Wenigstens haben die Geschäfte am Wochenende auf.

Flug und Ankunft

Donnerstag, 28.02.2013

Mein ganzes Leben war ich nicht einmal in Amerika und jetzt gleich zweimal “kurz“ hinter einander Lächelnd

Ich habe mich leicht an die Zeit, als ich nach Liverpool gefahren bin, zurück erinnert gefühlt. Mein Gott, dass ist schon fast drei Jahre her.

Ich habe meinen Koffer mit dem Nötigsten und Handgepäck. Das Fliegen war aber angenehmer, als die Fahrt damals. Außerdem war es diesmal keine Jugendherberge sondern ein Hotel und sogar schon bezahlt. Also im Prinzip die Nobelversion im Vergleich zu damals. Dann mal los Lächelnd

Ein ungarischer Arbeitskollege meiner flotten Ungarin hat mich und meine Freundin an den Flughafen gefahren. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schlecht der Flughafen in Manchester morgens mit öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen ist. Ich hätte Stunden früher aufstehen und los fahren müssen. Naja, so konnte wir uns gemütlich Verabschieden.

Mein erster Flug ging nach London. Dort musste ich fest stellen, dass man dort im Flughafen nicht rauchen kann. Auf der Fahrt nach Liverpool konnte ich wenigstens im Auto rauchen. Außerdem hätte es zwei Stunden gedauert, wieder in das Terminal rein zu kommenBrüllend Ein Typ meinte, wenn ich es so nötig habe, könnte ich mir ja eine elektrische Zigarette kaufen. Ich meinte zu ihm, dass ich es nicht so nötig habe, dass ich aber noch einige Stunden Flug vor mir hätte. Mir ist zum Glück eine Dame, die eine Umfrage machte über den Weg gelaufen. Der habe ich dann meine Meinung vorgetragen. Was eine Sucht nicht alles mit einem macht Lächelnd

Am Gate saßen viele Amerikaner und ich dachte mir, mir geht deren Aussprache jetzt schon auf den Keks. Lag wohl eher an der Müdigkeit. Ich bevorzuge zwar immer noch die britische Aussprache (zumindest die der Nachrichtensprecher) aber so wild ist die Amerikanische nicht.

Bei der Landung habe ich dann die Landschaft gesehen und dachte mir, es sieht etwas aus wie zuhause in der Pfalz, nur etwas mehr Wasser (da ist ein großer See um den Flughafen).

Die Einreise war kein Problem. Ich bin dann mit meinem Gepäck raus und habe erst mal die frische Luft genossen Zwinkernd

Danach hab ich mir dann ein Taxi zum Hotel geschnappt. Die Landschaft erinnert wirklich stark an die in der Pfalz. Nur sind die Straßen breiter, die Autos größer und man hat typische Südstaatenhäuser rum stehen aber sonst... Gut, die haben hier auch ein paar komische Vögel, die ich nicht kenne.

Das Hotel war auch super. War wohl eher ein Motel aber echt nett. Hatte sogar ein Pool, auch wenn eisige Temperaturen herrschten. Ich hatte ein riesiges Bett und ein Fernseher auf dem Zimmer. Anders als beim Letzten Flug in die USA hatte ich dieses mal keinen eigenen Fernseher aber ich hatte ja jetzt meine Entschädigung.

Auf der anderen Straßenseite (etwa zwei Kilometer weg Lächelnd ) war auch ein Supermarkt. In dem habe ich dann noch kurz Verpflegung gekauft. Ich hab dann das Bett und den Fernseher genossen. Morgen ist ja der erste Arbeitstag.

Kurze Zusammenfassung oder: Warum ich euch aus den USA schreibe :-)

Mittwoch, 27.02.2013

Hallo Freunde, ich denke mal viele von euch haben nicht mehr daran geglaubt aber hier bin ich wieder, ob ihr wollt oder nicht Lächelnd Hoffe es gibt noch Leute, die hier ab und zu vorbei schauen. Der Berliner meinte letztens, bloggen wäre out. Zumindest alle Leute die er kennt haben damit auf gehört. Man twittert heute oder schreibt auf Facebook. Dem werde ich was zwitschern Zwinkernd

Die Admins haben mir leider die Passwortsicherung genommen, also habe ich einige Einträge leicht zensiert. Ich denke ihr wisst schon warum... Wollen, ja en gutes Verhältnis bewahren Zwinkernd obwohl eigentlich alles der Wahrheit entsprochen hat. Naja, egal.

Es ist viel passiert. Wo soll ich nur anfangen.

Ich bin nicht mehr mit meiner Italienerin zusammen. Katholische Toleranz hat sich nicht so mit buddhistischen Ideen vertragen.

Dafür habe ich jetzt eine flotte Ungarin. Wir haben uns bei einem Dinner mit dem Lama kennen gelernt und dann hat Eins das Andere ergeben und jetzt wohnen wir zusammen in Liverpool.Also, wenn ich nicht in den USA bin Lächelnd Ich hatte vorher im buddhistischen Zentrum in Liverpool gewohnt. Da war aber nicht genug Platz für meine Ungarin und mich. Also haben wir uns kurzerhand eine Wohnung zusammen gesucht. Wir sind wirklich glücklich zusammen. Die Wohnung ist für englische Verhältnisse in Ordnung, wenn auch kein Traum.

Auf der Arbeit war einiges los.

Also erst hatte ich ein Missverständnis mit der Chefin. Sie hat die alten Nummern aus der Datenbank benutzt und ich die Neue. Ihr könnt euch vorstellen, dass das zu Missverständnissen geführt hat. Wir sind uns dann mehr oder minder aus dem Weg gegangen, was nicht unbedingt meine Produktivität gesteigert hat.

Dann habe ich aus versehen dem Chef seine Arbeit kritisiert. Wie gesagt, es war wirklich aus versehen und eher beiläufig. Ich habe es erst gemerkt, als er pampig wurde und ich nicht verstand warum. Es war wirklich nicht meine Absicht aber es entsprach den Tatsachen. Er wollte natürlich nicht, dass ich experimentell bestätige, was ich gefunden hatte. Egal. Haben dann Schweigen drüber wachsen lassen.

Also, warum bin ich jetzt in den USA? Ich denke es gibt einige Gründe und einer davon ist, dass die in Liverpool mich los sind Lächelnd Mir soll's recht sein.

In unserem Projekt ist es vorgesehen, dass wir während des PhDs für einige Zeit ins Ausland gehen. Ich sollte eigentlich nach Stuttgart aber das fand ich net so prickelnd. Ich habe aber natürlich sachlich argumentiert, dass es nur minder Sinn für mein Projekt macht und so, und der Chef hat dem zu gestimmt. Er meinte, dass aber net genug Geld da wäre. Ich meinte, dass eine andere aus unserem Programm auch in die USA geht. Da konnte er halt wenig gegen sagen. Die Damen durften dann übrigens auch weiter weg. Müsste ich heute noch ein Danke hören. Egal. Ich habe ja was ich will und gönne jedem seine Sache Lachend

Ich musste natürlich in die Botschaft, um das Visum zu beantragen. Für was die alles Kohle haben wolle, die Gebühr, diesen Bla... Und dann war ich nen ganzen Tag da, um erstens meine Dokumente abzugeben und zweitens mit dem Typ fünf Minuten zu reden, damit sie sicher sind, dass ich der bin, der ich behaupte zu sein. Dazwischen lagen aber ein paar Stunden. Eigentlich überprüfen sie auch, ob man nach der Zeit wieder heim gehen wird. Aber anscheinend haben sie eingesehen, dass man als Europäer sein eigenes Land auch mag Cool

Also bin ich jetzt, nach langem, durchdachtem Planen (zumindest hat es lange gedauert Lächelnd ) in Chapel Hill (North Carolina, USA).

Buena Vista Social Club

Sonntag, 03.04.2011

Diese Woche konnte ich dann endlich die Versuche mit allen Stoffen machen. Leider muss ich um statistische Signifikanz zu bekommen se jeweils dreimal machen. Es war also ne recht volle Woche aber hab alles hin bekommen.

Am Mittwoch war das Konzert von Buena Vista Social Club. Des is ne kubanische Gruppe, die schon seit Jahren existiert. Natürlich ändert sich von Zeit zu Zeit die Besetzung, da die Jungs net jünger werden. Es war riesig. Elisa hat es sehr gefallen. Wir waren auch noch auf der Aftershowparty und ich hab mich mit der Jungen Dame der Gruppe fotografieren lassen  Zwinkernd

War natürlich am nächsten Tag en Bissel geschlaucht aber des war es wert.

Am Freitag waren wir noch Einen trinken im Pub auf em Campus und danach noch im italienischen Restaurant essen. Elisa hat sich natürlich mit dem Personal gleich gut verstanden und zum Abschluss noch en Limongello geordert und danach noch Sorbetto. Des letztere war göttlich. Es is Eiscreme mit Hochprozentigem, eine Spezialität aus Sizilien und da einer der Barmänner auch von dort war hat es ihn gefreut, den Trink für eine Landfrau zu machen.

Wir waren samstags noch mit dem Berliner und seinem Freund in der Lark Lane, einer weiteren Partymeile von Liverpool. Wir hatte uns zum Essen beim Thailänder verabredet, des war schon bevor wir zum Italiener gingen ausgemacht, also net, dass ihr denkt ich geh hier jeden Abend essen. War recht net. Auch wenn die Essen net immer ganz der Bestellung entsprachen.

Endlich Arbeit

Sonntag, 27.03.2011

Ich hatte ja letzte Woche mim Chef gesprochen und er meinte, ich solle doch en Zahn zulegen, da ich ja jetzt alles gelernt hätte. Naja, hatte ihm vorenthalten, dass ich des schon alles wusste, was ich bis jetzt gemacht habe und des FACS mir immer noch keiner richtig erklären konnte.

Egal, diese Woche war die Dame wieder da, die wusste was ich machen will und sie hat mir auch gezeigt wie es geht, damit fing dann der Laborspaß an.

Die Stoffe, die ich letzte Woche geordert hatte kamen auch. Leider en Tag zu spät um mit ihnen diese Woche noch was zu machen aber wir hamm ja noch en paar Wochen.

Zu meiner Freude hatte wir noch zwei Events diese Woche, die mich gleich nen halben Tag gekostet haben. Des eine war ne Präsentation aller Gruppen an der Uni, also wie geil se doch alle sind und wie top die Forschung is, die se machen. Des andere war in Davensborough. War nett en Bissel die Gegend zu sehen und es gab dort auch Mittagessen, also war es an dem Tag verzeihbar, dass ich kaum was arbeiten konnte. Abends hatten wir ne Überraschungsparty für die Karlsruherin, die Geburtstag hatte, geplant. Hatte vorher noch en paar Bier mit dem Berliner. Der Abend war wieder erwarten ganz nett.

St Patricks Day

Sonntag, 20.03.2011

Hatte diese Woche dann endlich die Einführung an dem Gerät. Wollte dann auch meine ersten Versuche machen. Hatte mich aber zeitlich en Bissel verschätzt, weshalb ich nur en Teil der Zellen verwenden konnte. War aber net so schlimm, weil die Frau, die wusste, was ich machen will und welche Einstellungen nötig sind, net da war und außer ihr schien des keiner zu wissen. Außerdem war ein Teil des Geräts kaputt, des ich aber net brauchte. Leider hab ich es dem Typ gesagt, der für die Wartung des Gerätes verantwortlich ist. Er hat dann gleich mal ne halbe Stunde gebraucht, um sicher zu stellen, dass es net geht. Nur zur Erklärung, man muss des Ding buchen und ich hatte nur ne Stunde. Wie gesagt, alles net so schlimm, weil ich Gott weiß was gemessen hab.

Beim Gespräch mit em Chef war auch die Chefin dabei. Er meinte ich soll en paar Versuche machen, die ich der Chefin schon vor ner halben Ewigkeit vorgeschlagen hatte. Damals meinte sie, des sei nur Verschwendung. Komischerweise saß sie nun  nickend neben em Chef. Ich meinte auch zum Prof, dass ich en gewissen Stoff gern bestellen würde, da es mir doch wichtig erscheint den zu messen. Er meinte ich solle auch noch en anderen bestellen. Ratet mal welche Stoffe das sind. Richtig. Es sind die, die ich am Anfang hatte, nachbestellen wollte und jeder meinte, die brauch ich net. Ich sprach des Thema Betreuung an und meinte, ob ich net noch jemand haben könnte, der leichter zu sprechen ist, um mindere Fragen mit dieser Person zu klären. Sie meinten, nee dafür seien sie da und ich soll net scheuen se zu nerven. Naja, dann werd ich des Mal versuchen.

Donnerstag war St Patricks Day und ich war mit dem Berliner en Guinness trinken. Junge, Junge. Die Engländer haben wieder gezeigt, was se so vetragen oder eher wie sehr se sich bearbeiten können. Hab gehört, dass sogar Leute aus Belfast kommen um St Patricks Day in Liverpool zu feiern.

Hab am nächsten Tag erfahren, dass wenn man ne gewisse Zahl trinkt man en Hut bekommt. Des wird dann mein Ziel fürs nächste Jahr sein. Nächstes Jahr is er auch am Freitag, da hab ich dann meinen Hut Lächelnd

Die Williamson Tunnel

Sonntag, 13.03.2011

Montags waren meine Zellen wieder kontaminiert. Jetzt könnte man denken, dass es meine Schuld war. War es aber nicht. Ich will mich ja net raus reden aber der Grund warum se dieses Mal kontaminiert waren war der selbe wie das erste Mal, nur diesmal wussten wir den Grund, des Medium, des ich mit nem Typ teilen muss ist kontaminiert und seine Zellen sind dieses Mal auch drauf gegangen. Also wieder Zellen suchen. Mittwochs konnt ich dann mit dem Assay anfangen. Da war aber der Wurm drin, wie im Medium auch Lächelnd Naja, wir haben en neuen Mediziner, der ins Labor soll. Den hab ich dann mitgenommen, damit er Pipettieren üben kann.

Wollte auch noch en anderen Versuch machen, wurd aber wieder aus gebremst. Solle erst ne Einführung erhalten, obwohl ich die schon hatte.

Hab mich auch bei dem Typ noch mal gemeldet, der mich in meiner Abwesenheit sehen wollte. Er hatte mich natürlich vergessen aber am nächsten Montag kann ich es jetzt nachholen.

Hab nächste Woche auch noch en Treffen mit dem Chef, davor will die Chefin noch sehen, was ich hab. Werd denen sagen, hab kontaminierte Zellen, da ich es Medium teilen muss, den anderen Versuch noch net gemacht, weil ich zehn Einführungen brauch und last but not least kann ich auf der dritten Baustelle nix machen, weil ich vergessen wurde. Gibt bestimmt ne geile Powerpoint Präsentation.

Am Freitag war ich auf ner Geburtstagsparty einer Mexikanerin mit Elisa. War wirklich ne gute Party. Ich war bis 7:00 morgens dort. Elisa is früher heim, da se noch ne Hausarbeit machen muss. Ich hab mich dann am Samstag erst mal erholt(den ganzen TagZwinkernd).

Sonntags war ich noch in den Williamson Tunnel. Williamson war en Tabakhändler, der aus nicht bekannten Gründen en Tunnelsystem unter Liverpool gebaut hat. Eine Theorie is er war Exzentriker und die andere er war Philanthrop, da es wenig Arbeit gab. Egal, die Führung war net ganz so spektakulär. Des was man von den Tunneln sehen konnte schon. Leider war des net viel. Außerdem hat sich das Pfälzerhertz gefreut, als es sah, dass Liverpool auf rotem Sandstein steht. Auf der anderen Seite mach ich mir jetzt Sorgen wegen Einsturzgefahr, da die Tunnel direkt unter der Oberfläche sind und fast unter jedem Haus in der Region. Quatsch, mach mir net wirklich Sorgen aber es war schon faszinierend zu sehen, dass manche Häuser immer noch en Zugang haben.

Abends war ich noch mit den Deutschen von der Arbeit, ja auch den Mädels, im Kino. War ganz nett und im Kino muss man ja auch net viel reden. Nee, um den Mädels kein Unrecht zu tun, wir haben uns gut unterhalten und ich fand die Stimmung war auch gut. Klar redet man jetzt net die ganze Zeit. Wir waren in ’Fair Trade’. Wusste garnet, dass ne Agentin der CIA die Wahrheit über die “Bedrohung“ im Irak auf gedeckt hat.

Wieder auf Arbeit

Sonntag, 06.03.2011

Mittwochs bin ich wieder auf die Arbeit. Die Chefin war en Bissel angesäuert, weil se nichts von meinem Urlaub wusste. Gut, hatte se vergessen in en Cc der Mail zusetzen aber ich hatte des Thema angesprochen und da  se net überrascht reagiert hat dachte ich, sie weiß bescheid. Soll mal net so tun, auch wenn ich da bin vergehen als Wochen ohne, dass wir uns wirklich sehen oder reden. Es gab en Grund, warum se stinkig war. Sie hatte mit jemanden gesprochen, der mir bei ner Vorbereitung fürs Experiment helfen sollte. Des war schon vor Wochen und ich dachte schon es sei vergessen worden. Naja, der Typ schrieb mir am ersten Tag an dem ich in Deutschland war, dass ich am nächsten Tag um 10:00 Uhr bei ihm sein soll, da alles bereit ist. Dacht ich mir im Nachhinein auch, des wusstest du erst en Tag vorher? Bin doch hier net zum Abruf für jeden. Egal, hab ihm ne Mail geschrieben, dass ich wieder da bin und wie es jetzt aussieht, ohne ne Antwort zu erhalten.

Meine Zellen waren auch kontaminiert. War in der Mitte meines Urlaubs passiert, so dass en eigenes Verschulden aus zu schließen war. Also keine Experimente die Woche und schauen, wo ich neue Zellen her bekomm.

Am Freitag war en Konzert an der Uni von nem italienischen Quartet, die Kammermusik spielten. War natürlich mit Elisa da. Sie spielten auch en modernes Stück, des aber net so mein Fall war, auch wenn ich keine Ahnung hab ;-)

Am Samstag bin ich mit Elisa und zwei ihrer Kollegen ins Kino. Elisa hat mir ne Szene wegen meinem Ed Hardy Pulli gemacht. Sie meinte der passe net zum Anlass, bla,bla. Meinte ich: „Ganz ehrlich, wir gehen mit Freunden ins Kino und danach was trinken, warum passt der net?“ Gut sie mag ihn net, deshalb hatte ich ihn auch net auf dem Konzert am Tag davor an. Egal. Wir waren in True Grit. Der Film is net schlecht, leider hat einer der Hauptdarsteller en dermaßen starken Akzent, dass selbst die Engländer es schwer fanden alles zu verstehen. Ich hatte leider keine Chance. Danach waren wir noch was Trinken, wo dann noch andere Kollegen von Elisa dazu kamen.

Am Sonntag traf ich nen Kumpel aus Guatemala, der in Granada lebt und studiert und derzeit ne Studie in Liverpool auswertet. Wir waren was trinken und haben uns danach mit dem Berliner und seinem Besuch in nem Pub getroffen.

Zwei Geburtstage und ein Fußballspiel

Dienstag, 01.03.2011

Bin also wieder nach Deutschland geflogen. Zum einen hatten meine Oma und mein Bruder Geburtstag, einer wurde 81 und einer 26, ihr müsst jetzt raten, wer, wer ist. Zum anderen war mir an Weihnachten aufgefallen, dass ich en paar Sachen doch net ganz zu meiner Zufriedenheit erledigt hatte, bevor ich nach UK bin. Außerdem wollt ich auch meim Bruder seine Bilder suche.

Der Flug war problemlos. In Deutschland hab ich meine Mutter angerufen. Erst is se net ans Telefon und als se zurück gerufen hat meinte se sie kommt gleich in Skype. Hab ihr dann gesagt, dass ich im Zug Richtung Neustadt sitze und kein Skype hab aber sie könnte mich ja auch einfach vom Bahnhof abholen. Zu ihrer Verteidigung, ich hatte ja anfangs nur vom einen zum anderen Wochenende bleiben wollen und se vielleicht vergessen einzuweihen. Abends war ich noch bei en Buddhis in LD, wo ich meinen Vater getroffen hab. Außerdem war da auch en Bruder von meinem Freund, mit dem ich an Weihnachten, nach Cola kauen bis zum Verlust der Muttersprache, über Buddhismus geredet hatte.

Mein Bruder war anfangs net so begeistert mich zu sehen. Des hat sich dann aber mit der Zeit gegeben.

Hab mich noch freitags mit meinem Kumpel aus Stelzenberg getroffen. Hatten en lustigen Abend. Wir trafen nen anderen, der uns noch heimgefahren hat, nachdem er uns en Vortrag gehalten hatte, wie schlecht es doch ist betrunken zu fahren und dabei fröhlich Cola-Bier in sich rein leerte.

Am Sonntag hatte dann die Oma Geburtstag. War natürlich wieder die ganze Familie zusammen. Allein dafür hatte sich der Flug gelohnt.

Wir hatten übrigens auch Schnee während der Zeit in der ich in Deutschland war.

Hab dann unter der Woche mein Zimmer aufgeräumt und nach den Bildern gesucht. Des Zimmer is jetzt annehmbar aber die Bilder hab ich leider immer noch net gefunden.

Am Mittwoch hatte dann mein Bruder Geburtstag und wir sind abends gemütlich zusammen griechisch Essen gegangen. Des zweite Mal, wo für sich der Flug schon ohne weiteres gelohnt hätte.

Am Samstag bin ich auf Fußballspiel vom 1.FCK. Einer mit Dauerkarte konnte net hin und da bin ich halt mit. Danach hab ich mich noch mit den Leuten aus meinem Studium zum Essen und anschließendem Trinken getroffen. Kaum zuglauben, was die alle machen. Im Nachhinein denk ich, dass wir schon vermutlich einer der besten Jahrgänge der Uni waren.

War wirklich en gelungener Abend und ich wollte wieder beim Kumpel in Stelzenberg pennen (und hatte dort mein Auto auch geparkt). Leider war er wieder so betrunken, dass er irgendwo en Schläfchen gemacht hat und als er wieder zu sich kam und mich net in dieser Wohnung fand, is er mal heim gelaufen. Ich war ganze sechs Stunden vor seiner Haustür gesessen. All die anderen Jungs im Dorf waren leider schon am Schlafen. Zum Glück war es net wirklich kalt. Naja, hab’s überlebt.

Hab dann die letzten Tag mit en letzten Erledigungen verbracht. Außerdem hab ich noch viel mit meiner Mutter und meinem Bruder geredet. Dieses Mal war die Zeit perfekt.

Auf em Rückflug hatte ich ne Stunde Verspätung, weil der Wind so stark an dem Tag war. Bin aber abends noch zu Elisa zum Abendessen.

Kurze Woche

Mittwoch, 16.02.2011

War ne recht kurze Arbeitswoche, da ich am Donnerstag nach Deutschland geflogen bin. Wollte zwar nur von dem einen Wochenende zum andere in Deutschland sein, da hätte mich aber der Flug des Dreifache gekostet. Ich hab des letzte Assay mit dem neuen Stoff gemacht (aus statistischen Gründen macht man Versuche dreimal). Die Fehlerbalken, bei der anschließenden Auswertung, waren net gerade klein, weshalb ich des Assay noch mal machen sollte.

Am Montag Abends, als ich eigentlich heim wollte kam die Chefin auch zu mir und meinte, ich könne ihr noch meine Ergebnisse zusammenstellen. Geärgert hat es mich wie gesagt nur, da es der Chefin recht spät einfiel. Hatte aber im Prinzip, die Sachen schon vorbereitet und musste se nur en Bissel modifizieren und zusammenstellen. Es war eigentlich nur ne Sache von ner halben Stunde und ich hatte en gemütlichen Valentinstagsdinner mit und bei meiner italienischen Freundin und trotzdem bekam ich en Lob von der Chefin für die Präsentation.Cool

Mittwochs abends war ich erst im argentinischen Restaurant mit Elisa, des Steak war wirklich klasse. Mir läuft es Wasser wieder im Mund zusammen, wenn ich nur daran denke. Danach haben wir uns noch mit den Leuten von meinem Department getroffen. Der Berliner wurde am nächsten Tag dreißig und da ich an dem Tag flog und en net sehen würde wollten wir rein feiern.

Auf dieser Seite werden lediglich die 15 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.